back to the Swing

"Es bringt einfach unglaublich viel Spaß."
Ausgabe 2 / 2017 Ausgabe als PDF speichern

Wer in Hamburg Swing tanzen möchte, muss nicht mehr lange suchen. Fast wöchentlich lässt sich irgendwo eine Swing-Party entdecken, es gibt Tanzschulen, Vereine oder lockere Gruppen, die vom Crash-Kurs bis zum Wochenend-Workshop für jeden Geschmack und jedes Können das Richtige im Programm haben.

Ein kurzes gemeinsames Warm-up, dann gehts los. Konstantin Kraffczyk und Meike Heller von der Hamburger Swingwerkstatt unterrichten rund 20 Teilnehmer im „Lindy Hop“, dem Tanz, der wohl am meisten für den Swing steht. Tipps wie „Das Hineinführen von den Backsteps in die Heels ist fast noch einfacher“ klingen dabei nur für unbedarfte Zuschauer kompliziert – die Tänzer und Tänzerinnen wissen sofort, was gemeint ist. Nach kurzer Ansage und Demonstration tanzen sie gleich drauf los, es wird oft gelacht, die Runde ist extrem entspannt. Und vor allem – es wird einfach ausprobiert. Diese Möglichkeit, zu improvisieren, macht für viele den großen Reiz des Swings aus. Kursteilnehmerin Kirsten findet das auch: „Ich liebe es, dass man sich so viel Raum nehmen kann. Man tanzt zusammen, hat aber trotzdem Freiraum für eigene Schritte. Es bringt einfach unglaublich viel Spaß.“ Dass alles nicht so ernst genommen wird, ist auch an der Kleidung zu erkennen. Wer mag, kommt stilecht im 30er-Jahre-Outfit, Jeans und Turnschuhe sind genauso okay. Und dass Swing auch noch ein echter Sport ist, merkt jeder, der eine Stunde durchgetanzt hat. Ein Workout braucht dann keiner mehr. (BG)

Schon gewusst?

Swing war früher nicht nur Tanz, Musik und Lebensgefühl, sondern stand auch für Protest und Widerstand. Als Teil der afro-amerikanischen Kultur entwickelte er sich in den 30er-Jahren in den USA. Der Swing-Club schlechthin war der„Savoy Ballroom“ in Harlem – einer der ersten Clubs, in dem Schwarze und Weiße trotz Rassentrennung gemeinsam tanzten. Auch in Hamburg hat Swing eine lange Tradition. Während des Zweiten Weltkriegs war der Alsterpavillon häufiger Treffpunkt der sogenannten Swing-Kids. Diese Jugendlichen liebten die Musik, den amerikanischen Lebensstil, die lässige Kleidung – und gerieten deshalb zunehmend ins Visier des NS-Regimes, was Razzien und Verhaftungen zur Folge hatte.

 

HIER WIRD IN HAMBURG GETANZT

SWING In Hamburg haben Sie zahlreiche Möglichkeiten, Swing kennenzulernen. Infos und Kurse finden Sie unter anderem unter: www.swingwerkstatt. de; www.wladi.online; www.newswinggeneration.de oder www.dancealot-hamburg.de Üben können Sie dann auf den regelmäßigen Swing-Partys, zum Beispiel auf der „Thursday Night Swing“ im Cascadas, dem „Dockside Swing“ im Nochtspeicher, dem „Swing Fever“ im Mandalay oder der „Swinging Ballroom Night“ im Stage Club.

ANDERE TÄNZE Standardtänze wie Foxtrott, Slowfox und Wiener Walzer gibt es beispielsweise in der www.tanzschule-tanzkult.de Lateinamerikanische Tänze wie Salsa und Merengue unterrichtet die www.latin-dance-academy.de Wer tanzen möchte wie Alexis Sorbas, geht zu www.griechischer-tanz. com Als eine Königsdisziplin gilt der Argentinische Tango im http://www.layumba-tangohamburg.de 

 

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