„Kopfbauten“ des Weltquartiers erhalten renommierten „Deutschen Bauherrenpreis“

Unverwechselbar im Weltquartier: die Kopfbauten in der Neuhöfer Straße - Foto: Hauke Hass
Unverwechselbar im Weltquartier: die Kopfbauten in der Neuhöfer Straße - Foto: Hauke Hass
18. Februar 2016 Download

Das Vorzeigeprojekt für nachhaltige Quartiersentwicklung steht insgesamt kurz vor der Fertigstellung

Für die sogenannten „Kopfbauten“ des Weltquartiers erhielt SAGA GWG gestern Abend den „Deutschen Bauherrenpreis 2016“ in der Kategorie Neubau. Der Preis der Arbeitsgruppe „Kooperation“ des GdW, des Bundes Deutscher Architekten und des Deutschen Städtetages orientiert sich am Leitbild „Hohe Qualität zu tragbaren Kosten“. Das IBA Projekt wurde damit bereits zum fünften Mal prämiert: Zuvor hatte Hamburgs großer Vermieter den „Deutschen Bauherrenpreis 2013“ und den „Städtebaupreis 2014“ erhalten. Darüber hinaus erhielten die „Kopfbauten“ den „Carl-Friedrich Fischer Preis 2014 - Humanes Wohnen“ und den „BDA Hamburg Architektur Preis 2014“.

In der Begründung der Jury heißt es: „SAGA GWG hat gemeinsam mit Gerber Architekten die traditionsreiche Arbeitersiedlung in Hamburg-Wilhelmsburg durch zwei neue Gebäude mit markanter Architektur im Passivhausstandard ergänzt. Die 75 unterschiedlichen belegungs- und mietpreisgebundenen Wohnungen sind für Singles, Paare und Familien geeignet. Gemeinsam mit dem Alt- und Neubauten verbindenden Hof fördern sie das für das gesamte Weltquartier charakteristische sozial gemischte und interkulturelle Zusammenleben.“

Die „Kopfbauten“ in der Weimarer Straße 74 - 78 und der Veringstraße 80 - 84 bildet das nördliche Tor zum Weltquartier. Alle Wohnungen seiner Südseite sind mit Loggien ausgestattet. Im Innenhof des Gebäudes können sich die Mieter in den von ihnen gestalteten Garteninseln aufhalten. Außerdem befinden sich hier Spielplätze und weitere Grünflächen. Der Neubau leistet als energetisch effizientes Passivhaus einen Beitrag zur nachhaltigen Einsparung natürlicher Ressourcen. Die Eingangsmiete beträgt  5,70 Euro pro m² netto kalt. Entworfen wurde der Bau vom Architekturbüro Gerber Architekten.

Als Projekt der IBA Hamburg wurde das Wilhelmsburger Weltquartier zu einem Modellprojekt für interkulturelles Wohnen umgestaltet. Rund um die Weimarer Straße lebten vor der Umgestaltung mehr als 1.700 Menschen aus mehr als 30 Herkunftsländern. Wenn die letzten Wohnungen bezogen sind, werden hier rund 2.000 Menschen wohnen. SAGA GWG hat in das Weltquartier mehr als 100 Mio. Euro investiert. Das Großprojekt war in zehn verschiedene Bauabschnitte eingeteilt und ist nun abgeschlossen. Insgesamt sind im Weltquartier 743 Wohnungen neubauähnlich modernisiert worden oder im Neubau entstanden - ein neues Quartier, das vielen alten und neuen Bewohnern des Reiherstiegviertels in Wilhelmsburg ein neues attraktives und preisgünstiges Zuhause bietet.

Trotz umfangreicher Modernisierung und mit öffentlicher Förderung bleiben die Mieten im Weltquartier auf einem stabilen Niveau. Der Unterschied zwischen der ehemaligen Warmmiete und der jetzigen Warmmiete in einer komplett modernisierten Wohnung im Weltquartier beträgt im Schnitt nur 13 Cent pro m². Die Stadt Hamburg förderte das Bauvorhaben finanziell, sodass die Wohnungen im Weltquartier nach der Modernisierung einer langfristigen Mietpreis- und Belegungsbindung unterliegen. Die Mietpreise werden dadurch 30 Jahre voraussagbar bleiben. Dabei erhöht sich der Quadratmeterpreis nach einer festgelegten Anfangsmiete alle zwei Jahre um 15 Cent. Eine modernisierte Wohnung, die eine Anfangsmiete von 5,60 Euro pro m² netto kalt hatte, kostet im Jahr 2025, also 15 Jahre später, 6,75 Euro pro m² und wiederum 15 Jahre später im Jahr 2040 7,85 Euro pro m² netto kalt.

 

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