„LeNa“ zieht nach Steilshoop!

22. September 2017

Das quartiersbezogene Wohn- und Unterstützungskonzept „LeNa – Lebendige Nachbarschaft“ hat sich bewährt. Das nunmehr dritte Projekt dieser Art setzt die SAGA Unternehmensgruppe in Kooperation mit der alsterdorf assistenz ost gGmbH in Steilshoop um. Es ermöglicht Menschen mit Assistenzbedarf und Senioren selbstbestimmt und so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung wohnen zu bleiben, auch wenn sie mit zunehmendem Alter oder aufgrund ihrer Einschränkung Unterstützung im Alltag benötigen
 
Friedrich Becker, Leiter der SAGA-Geschäftsstelle Barmbek: „Der Neubau in der Fehlinghöhe ist unser Angebot an viele Mieter in Steilshoop, die mit zunehmendem Alter nach einer passenden barrierefreien Wohnung gesucht haben. Ich freue mich, dass wir das Konzept „LeNa – Lebendige Nachbarschaft“, das wir gemeinsam mit der alsterdorfer assistenz ost entwickelt haben, jetzt auch in Steilshoop umsetzen können. Richtig lebendig wird der Neubau aber erst durch die Menschen, die hier eingezogen sind und durch die Idee, wie hier Gemeinschaft und Nachbarschaft funktionieren soll: Gegenseitige Hilfe und eine gemeinsame Freizeitgestaltung werden den Alltag der Menschen prägen. Und wenn die Nachbarschaftshilfe einmal nicht ausreicht, gibt es professionelle Hilfsangebote direkt vor Ort.“

Marita Wahl, Bereichsleitung Barmbek, Bramfeld, Steilshoop der alsterdorf assistenz ost gGmbH: „Immer mehr Menschen wünschen sich im Alter oder bei steigender Hilfebedürftigkeit in ihrem vertrauten Umfeld bleiben zu können. Sie wollen möglichst ein Leben lang selbstbestimmt in dem Quartier, in dem sie sich auskennen, soziale Kontakte haben und sich wohl fühlen wohnen bleiben. Früher lebten oft mehrere Generationen im selben Haus und unterstützten sich gegenseitig. Doch diese Strukturen zerfallen aus verschiedenen Gründen immer mehr. Es werden Konzepte benötigt, die Antworten auf diese gesellschaftlichen Herausforderungen wie den demografischen Wandel, den Fachkräftemangel und die sich verändernden Familienkonstellationen geben. In diesem Zusammenhang werden neue Wohn- und Versorgungsformen für Menschen mit Unterstützungs- und Assistenzbedarf, Senioren und Familien benötigt.“

Der Neubau in der Fehlinghöhe verfügt über Gemeinschaftsräume im Erdgeschoss, in denen die Nachbarn gemeinsam aktiv werden, kochen, spielen und sich kennenlernen können. Der Kern einer lebendigen Nachbarschaft ist, dass sich die Nachbarn untereinander helfen, unterstützen und gemeinsam ihre Freizeit gestalten. Der ehrenamtliche Teil ist neben allen professionellen Angeboten eine wichtige Säule des Konzeptes, denn viele Menschen haben auch im Alter noch die Möglichkeit und den Wunsch sich zu engagieren. Ziel ist es, eine lebendige Nachbarschaft in diesem Sinne zu initiieren und zu unterstützen.

Vor Ort bezieht die alsterdorf assistenz ost das neue Quartiersbüro im selben Gebäude. Alle Menschen im umliegenden Wohnquartier können auf die Angebote zurückgreifen. Die alsterdorf assistenz ost berät kostenlos zu Hilfsmöglichkeiten und deren Finanzierung. Auch der Aufbau einer nächtlichen Präsenz im Quartier ist geplant.

Über „LeNa – Lebendige Nachbarschaft“: Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, des Rechts behinderter Menschen auf Inklusion und der volkswirtschaftlichen Kosten von Sondersystemen werden quartiersorientierte Wohn- und Versorgungskonzepte gerade in Großstädten immer wichtiger. Die Mieter werden dabei professionell und bedarfsgerecht unterstützt, damit sie ihr Leben eigenständig führen können. Selbst bei steigender Hilfe- und Pflegebedürftigkeit können sie so in der eigenen Wohnung beziehungsweise im vertrauten Umfeld bleiben.
Die SAGA Unternehmensgruppe hat zusammen mit der alsterdorf assistenz ost gGmbH in diesem Kontext das Konzept „LeNa – Lebendige Nachbarschaft“ entwickelt, das im Februar 2014 offiziell als Pilotprojekt vorgestellt wurde. Neben dem Rungehaus in Barmbek-Nord und dem Helma Steinbach Haus in Horn ist der Neubau in der Fehlinghöhe das nunmehr dritte dieser Art.

Durch die Fundraising-Abteilung der Evangelischen Stiftung Alsterdorf konnten durch die großzügigen Spenden der Hohmann-Stiftung, der Stiftung Wohnhilfe, der HASPA Lotteriesparen, Airbus und weiterer Einzelspender die Ausstattung der Gemeinschaftsräume mit Möbeln und Medientechnik, der Gemeinschaftsküche mit Koch- und Essgeschirr sowie die Einrichtung der Pflegewohnung auf Zeit finanziert werden.

 

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