Richtigstellung zum Verkauf von SAGA Wohnungen

07. September 2020

Aktuell wird in Pressemitteilungen und Presseartikeln suggeriert, dass die SAGA entschieden habe, aktuell 1.000 Wohnungen en Bloc zu verkaufen. Diese Behauptung ist falsch.

Richtig ist: 2002 hatte die SAGA ihr Verkaufsprogramm „endlich meins“ gestartet. Schon 2008 wurden insbesondere mit Blick auf die sich abzeichnende Anspannung des Hamburger Wohnungsmarktes die sogenannte Anprivatisierung von neuen Wohnanlagen beendet. Grundsätzlich wurden danach nur noch einzelne „Restanten“ aus ehemals anprivatisierten Anlagen verkauft.

Dabei war und ist es erklärtes Ziel, an den jeweiligen Mieter einer Wohnung zu verkaufen – und das mit Abschlag und ohne Provision.

SAGA Mieter können diese Wohnungen kaufen, müssen aber ausdrücklich nicht. Erst wenn ein Mieter auszieht, ohne am Kauf interessiert zu sein, kommt ein Verkauf der Leerwohnung für Selbstnutzer in Frage. Ein Verkauf von Leerwohnungen im Höchstgebotsverfahren erfolgt nur dann, wenn eine hohe Nachfrage etwa in begehrten Lagen gegeben ist, um eine objektivierte Auswahl des Käufers sicherzustellen.

Alle Käufer einer SAGA-Wohnung müssen sich grundsätzlich verpflichten, die Wohnung 8 Jahre lang selbst zu nutzen. Die SAGA sichert sich ferner ein 30-jähriges Rückkaufsrecht für den Fall der Weiterveräußerung. So wird die Spekulation mit ehemaligen SAGA-Wohnungen dauerhaft verhindert.

Mit Blick auf die weiterhin sehr hohe Nachfrage insbesondere in sogenannten Szenelagen auch in Folge der dauerhaften EZB-Niedrigzinspolitik nimmt die SAGA im Rahmen des Verkaufs im Höchstgebotsverfahren eine spekulative Kaufpreisentwicklung wahr, an der sich das Unternehmen ausdrücklich nicht beteiligen möchte. Aus diesem Grund hat die SAGA Unternehmensgruppe vor mehr als einem halben Jahr den Verkauf von Leerwohnungen in sogenannten Szene-Vierteln wie etwa in Ottensen oder St. Georg oder auch der Steenkamp Siedlung gestoppt. Freiwerdende Wohnungen in diesen Vierteln gehen wieder in den üblichen Vermietungsprozess.

Richtig ist, dass weiterhin rund 1.000 Wohnungen für Mieter oder Selbstnutzer zum Verkauf stehen – und zwar als „Restanten“ in anprivatisierten Anlagen verstreut über das gesamte Stadtgebiet.

 

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