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SAGA Unternehmensgruppe stoppt Verkauf von Wohnungen

SAGA-Zentrale in Barmbek | Foto: T. Ahlf
SAGA-Zentrale in Barmbek | Foto: T. Ahlf
11. März 2021 Download

Die SAGA hat ihre letzten verbliebenen Aktivitäten zur Privatisierung von Wohnungen eingestellt. Ein jetzt geltendes Moratorium für Verkäufe lässt nur noch zwei Arten von Ausnahmen zu: In Fällen, in denen Mieterinnen oder Mietern bereits Kaufangebote unterbreitet wurden, und bei wenigen Einzelobjekten, die durch besondere Bedingungen nicht wirtschaftlich nachhaltig durch die SAGA betrieben werden können. Von den insgesamt mehr als 135.000 Wohnungen und rund 1.400 Gewerbeobjekten sind demnach noch rund 1.050 Einheiten im Verkaufspool. Diese Zahl wird durch Mieterinnen und Mieter, die ausziehen und ein bestehendes Kaufangebot nicht annehmen wollen, kontinuierlich sinken. Ihren Nachfolgerinnen oder Nachfolgern wird kein Kauf mehr angeboten. 

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen:

„Wichtigste Maßgabe der SAGA als städtisches Unternehmen ist es, bezahlbaren Wohnraum für Hamburg dauerhaft sicherzustellen. Mit ihrem großen Bestand wirkt die SAGA preisdämpfend auf den gesamten, angespannten Mietenmarkt in der Stadt. Schon lange wurden deshalb die Verkaufsaktivitäten stark zurückgefahren, die 2002 auf Veranlassung des CDU-Senates begonnen worden waren. Auch von den Wohnungen, die die Stadt in den vergangenen Jahren an die SAGA übertragen hat, ist nur ein sehr kleiner Bruchteil verkauft worden. Das nun verhängte komplette Moratorium setzt ein weiteres klares Signal in dieser logischen Reihe: Die SAGA hält an ihrem Bestand und damit an ihrer sozialen Verantwortung für bezahlbaren Wohnraum in Hamburg fest.“

 SAGA-Vorstandssprecher Dr. Thomas Krebs:

„Vor gut 20 Jahren hat die SAGA auf Wunsch des Gesellschafters damit begonnen, Wohnungen aus dem Bestand an Mieter und Selbstnutzer zu veräußern. Seinerzeit dienten diese Maßnahmen auch dazu, insbesondere Quartiere in Randlagen zu stabilisieren und auch Mieterinnen und Mietern mit geringerem Einkommen den Erwerb von Wohneigentum zu ermöglichen. In den letzten Jahren hat sich der Wohnungsmarkt in Hamburg komplett gewandelt. Vor diesem Hintergrund geht es der SAGA darum, einen Beitrag zur Entspannung des Marktes durch massiven Neubau von preisgünstigem Wohnraum zu leisten. Auch hat die SAGA zwischenzeitlich die von der Freien und Hansestadt Hamburg angekauften Objekte wie Sonderimmobilien ohne wohnungswirtschaftlichen Bezug oder Objekte außerhalb von Hamburg, die nicht in das Bestandsportfolio der SAGA passen, weitestgehend veräußert. Von daher hat die SAGA nunmehr den Eigentumswohnungsvertrieb eingestellt. Nur in Ausnahmefällen werden noch unter Vertrauensschutzgesichtspunkten Wohnungen an Altmieter verkauft, die bereits ein Kaufangebot in der Vergangenheit erhalten haben.“

 

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