SAGA präsentiert Systemhaus-Konzept

17. September 2018 Download

Stadtentwicklungssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt, Oberbaudirektor Franz-Josef Höing und SAGA-Vorstandssprecher Dr. Thomas Krebs stellen heute das Konzept für das SAGA Systemhaus vor, mit dem Hamburgs große Vermieterin in einer überhitzten Baukonjunktur nachhaltig hohe Neubauzahlen absichern will. Ziel dieses flexiblen Systemhaus-Konzeptes ist es, den kosteneffizienten und gleichwohl architektonisch anspruchsvollen geförderten wie freifinanzierten Wohnungsbau im 8-Euro-Haus-Segment zu ermöglichen. Ein symbolischer Spatenstich für einen ersten Systemhaus-Neubau in der August-Krogmann-Straße markiert heute einen Meilenstein der SAGA-Projektentwicklung. 

In enger Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (vor allem dem Oberbaudirektor und dem Amt für Bauordnung und Hochbau (ABH), den Bezirksämtern und dem hat die SAGA Unternehmensgruppe Typengenehmigungen für Geschosswohnungsbauten und Reihenhäuser erwirkt, die den Kern des Systemhaus-Konzeptes ausmachen. Diese statischen Typengenehmigungen für bis zu 40 verschiedene Systemhaus-Varianten für Geschosswohnungsbau und für 17 Reihenhaustypen sorgen dafür, Bauvorhaben der SAGA beschleunigt und in Reaktion auf die Kostenexplosion in der Bauwirtschaft dennoch kostenbewusst zu realisieren. Das Systemhaus ist förderkonform geplant und ermöglicht mithin die Realisierung von Bauvorhaben im ersten Förderweg wie auch preisgedämpft frei finanziert im „8 Euro-Haus-Segment“.

Das erste Bauvorhaben in der August-Krogmann-Straße umfasst 148 Wohnungen in vier Gebäude im ersten Förderweg mit einer anfänglichen Miete von 6,50 Euro netto-kalt. Hinzu kommen rund 150 Fahrrad- und 34 Tiefgaragenstellplätze. Zur standardmäßigen Ausstattung gehören beim SAGA Systemhaus zudem Aufzüge, extensive Gründächer und barrierefreier Standard nach Hamburger Bauordnung. Zudem werden mit Blick auf E-Mobilität stets die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Ladevorrichtungen für Fahrräder und PKW bei Bedarf nachgerüstet werden können. Die Systemhäuser werden standardmäßig als KfW-55 Häuser geplant.

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen:

 „Bezahlbares Wohnen ist eines der wichtigsten Themen für die Bürgerinnen und Bürger Hamburgs. Zunehmend sorgen sich auch Menschen mit mittleren Einkommen darum, ob sie sich in Zukunft noch das Wohnen in der Stadt leisten können. Deshalb bin ich froh, dass wir in Hamburg mit neuen Konzepten und Initiativen weiter zur Sicherung des bezahlbaren Wohnraums beitragen können. Neben dem 8-Euro Wohnungsbau gehört auch das heute präsentierte SAGA Systemhaus dazu. Die SAGA ist bundesweit das erste Unternehmen, das mit Typengenehmigungen für bewohnbaren Hochbau operieren kann. Sie ist damit Vorreiterin in angespannten Zeiten am Wohnungsmarkt der großen Städte.“

Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor:

Mit dem SAGA Systemhaus verfügen wir jetzt über einen funktionalen, bezahlbaren kleinen Stadtbaustein, der je nach Lage flexibel eingesetzt werden kann. Durch die Möglichkeit der äußerlichen Varianz kann er trotz aller Rationalität und Serialität sehr spezifisch auf seine bauliche Nachbarschaft reagieren.“

Dr. Thomas Krebs, Vorstandssprecher SAGA Unternehmensgruppe:

„Mit den Typengenehmigungen für Mehrfamilien- und Reihenhäuser kann die SAGA das Systemhaus im Sinne einer nachhaltigen Quartiersentwicklung variabel im Hinblick auf die städtebauliche Figur und die Fassaden einsetzen – das gilt gleichermaßen für den geförderten Wohnungsbau wie auch für das preisgedämpfte 8-Euro-Haus-Segment. Für unser Unternehmen ist das Systemhaus ein echter Meilenstein, der dafür sorgt, dass wir unsere ehrgeizigen Neubauziele auch zukünftig erreichen können.“

Über das Systemhaus-Konzept:

Alle Grundtypen sind IFB-förderfähig. Sie sorgen für die gebotene wohnungswirtschaftliche und soziale Mischung von Quartieren über ihre Wohnungsgrößen, Fördersegmente sowie freifinanziert angepasste Grundrisse in ein und demselben statischen System.

Jeder sogenannte „Spänner-Typ“ kann mit verschiedenen Fassadenvarianten, unterschiedlichen Erdgeschoss-Zonen oder mit einem Staffelgeschoss ausgestattet werden. Das SAGA Systemhaus umfasst zum jetzigen Stand 17 Dreispänner, fünf Vierspänner und vier Eckgebäude und eine Reihe von Zweispännern, die sich flexibel miteinander kombinieren lassen. Damit können sowohl Zeilen als auch geschlossene und geöffnete Blockrandstrukturen gebildet werden. Dieser systemische Ansatz schafft die Voraussetzung für mehr Planungssicherheit und Skaleneffekte sowie die Anpassung im örtlichen Projekt an den Wohnungsmix und die städtebauliche und architektonische Gestaltung.

Die SAGA Unternehmensgruppe arbeitet zurzeit an konkreten Systemhaus-Projekten mit einem Volumen von rund 1.500 Wohnungen. Systemhausbauvorhaben werden neben dem Projekt in der August-Krogmann-Straße unter anderem in folgenden Quartieren geplant: Lurup (Kleiberweg), Fuhlsbüttel (Flughafenstraße), Wandsbek (Stephanstraße) sowie im südlichen Hamm.

Schematische Darstellung des Systemhaus-Konzeptes

Animationen einer Auswahl von verschiedenen architektonischen Gestaltungsvarianten und Fassaden lassen wir Ihnen gerne auf Nachfrage zukommen.

 

 

 

 

 

 

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