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Frühling auf dem Teller

Lust auf frische Kräuter? Dann ziehen Sie Basilikum, Minze, Salbei und Thymian jetzt auf der Fensterbank vor. Viele Tipps hat Andrea Madadi von der Demeter Gärtnerei Sannmann in den Vier- und Marschlanden. Dort gedeihen Gemüse, Kräuter und Salate in Bio-Qualität

Was braucht man zum Anziehen von Kräutern und wie wirds gemacht?

Zum Anziehen brauchen Sie Erde, Töpfchen und Saatgut – ich empfehle Saatgut von Bingenheimer. Verwenden Sie Anzuchterde, die wenig Dünger enthält, so dass die Pflanzen langsam, aber kräftig wachsen. Damit füllen Sie das Töpfchen fast voll und legen die Samen in die Erde. Manche Sorten drückt man nur leicht in der Erde an, andere werden mit einer Schicht Erde bedeckt. Orientieren Sie sich an den Tipps auf dem Samentütchen.

Dann kommen die Töpfe auf die Fensterbank und werden gegossen?

Genau. Ich wässere die Anzucht täglich vorsichtig mit einer Sprühflasche, bis die obere Erdschicht gut durchfeuchtet ist. Decken Sie die Töpfe mit einem lichtdurchlässigen Vlies ab, damit sie nicht austrocknen. Sind die Jungpflanzen kräftig gewachsen, dürfen sie in größere Töpfe mit Kräutererde. Gedüngt wird erst nach zwei Monaten – mit Kompost oder Kaffeesatz. Vorsicht bei mediterranen Kräutern: Rosmarin, Thymian oder Salbei brauchen weniger Nährstoffe.

Wann dürfen die Pflanzen raus auf den Balkon?

Vorsichtshalber würde ich die Eisheiligen abwarten, die sind Mitte Mai. Schnittlauch und Petersilie können aber etwas Kälte vertragen. Wenn Ihr Balkon geschützt liegt, dürfen die Pflanzen schon früher raus. Den Standort – egal, ob auf dem Balkon oder in der Wohnung – müssen Sie ausprobieren. Jede Pflanze hat andere Ansprüche an Licht, Wärme und Luft. Und ein Tipp für die Ernte: nie mehr als ein Fünftel der Blätter auf einmal ernten.

Recycling ist Trumpf

In jedem Haushalt findet sich jede Menge Material für Anzuchttöpfchen. Eierkartons eignen sich bestens und Papprollen, die an einer Öffnung zu einem Boden gefaltet werden. Es können aber auch halbierte Tetrapacks, leere Konservendosen oder Senfgläser verwendet werden.

Warum sind Kräuter so gesund?

Viele Kräuter machen sich gut in der Hausapotheke. Sie enthalten wertvolle ätherische Öle, Harze, Bitter- und Gerbstoffe. Schon seit Jahrhunderten werden Kräuter genutzt: Thymian beruhigt den Husten, Minze lindert Spannungskopfschmerzen und bei Halsweh hilft Salbei.

Und dann gibt es Frühling auf den Teller:

Käse-Dip

250 g körniger Frisch- oder Schafskäseschkäse, 50 g Joghurt und 40 g Sauerrahm gut verrühren. Mit Salz, Pfeffer, Curry, Paprika rosenscharf, Chili und 2 TL Zitronensaft kräftig abschmecken. Nach Bedarf mit gehackten Kräutern wie Petersilie, Dill, Basilikum, Estragon oder Kresse mischen oder mit Sprossen bestreuen.

 

Tomaten-Dip

500 g Tomaten (vierteln, Blütenansatz entfernen), 2 Knoblauchzehen (geschält), Salz, Pfeffer, Chili und Cayennepfeffer pürieren und kräftig abschmecken. 200 g Schafs- oder Frischkäse unter die Soße rühren. 1 Bd. Basilikum, Blättchen abzupfen, waschen, trocken tupfen, grob hacken. Alles gut verrühren, Basilikum untermischen, kräftig abschmecken. Nach Geschmack noch mit je 1 TL Thymian und Oregano sowie 1 EL  Tomatenmark würzen.

Kräuterquark-Dip

250 g Quark mit 50 g Crème fraîche und 1 EL Zitronensaft gut verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfefferkräftig abschmecken. 1 Bd. Petersilie fein hacken, 1 Bd. Schnittlauch in feine Röllchen schneiden, 1 Bd. Basilikum fein hacken. Kräuter unter das Dressing mischen. Bei Bedarf eine Knoblauchzehe dazupressen.

Text: Andrea Guthaus

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