Kunst im Quartier

Zauberhafte Farbwelten

Sonnengelb, grün, pink, rostrot und blau – prächtige Farbkompositionen erstrahlen in den Fluren der Service-Wohnanlage in Oldenfelde.

Die Künstlerin Klara Rot hat den weißen Wänden Leben eingehaucht und die Natur in die Innenräume gebracht. Zarte Lasuren und Stillleben, die an Blumengestecke erinnern, verschönern nun die Wohnanlage in der Greifenberger Straße. Kleine Knospen, Vögel, Igel oder auch ein Kind mit Drachen: Jeder erkennt etwas Unterschiedliches in den Formen der bunten Blätter, und immer wieder lässt sich etwas Neues entdecken, je nach Tageszeit und Lichteinfall.

Die neuen Wandbilder ergänzen die Installation „Lebensbaum“, die  Klara Rot bereits 2016 in der Wohnanlage geschaffen hat. Die großflächigen Werke aus unterschiedlichen Materialien wie Filz oder Holz haben – neben der ästhetischen – auch eine ganz praktische Funktion: Sie verbessern die Akustik im Eingangsbereich und im Aufenthaltsraum.

Bei der Ideenfindung kam die Künstlerin mit den Bewohnern ins Gespräch. Insgesamt sechs Interviews führte sie damals, schaute sich Wohnungen und Einrichtungsstile an und sammelte so Inspiration für den Lebensbaum. Von Kunstblumen, altem Geschirr, Polstermöbeln bis zum Rollo, das einen Wald zeigt – „Das hat mich so fasziniert, ich wollte da immer nah dran sein und herausfinden, was den Menschen dort gefällt.“, beschreibt sie den Prozess.

Es waren die Mieter der Service-Wohnanlage, die die Erweiterung der Kunstinstallation in den Fluren angestoßen haben. Sie kennen Klara Rot inzwischen gut. Drei Monate lang verfolgten sie mit, wie die Künstlerin die Wände gestaltete und der Lebensbaum nach und nach wuchs. In allen Motiven finden sich die Jahreszeiten wieder, insbesondere der Herbst. „Jedes Blatt ist anders, das ist fantastisch. Da hatte ich ein Meer an Auswahl. Ich habe mich an Blätterhaufen erinnert, in denen es immer etwas Verborgenes gibt und Blätter, die irgendwo rausgucken. Das habe ich hier übernommen.“, erklärt sie.

So ist nun, ausgehend vom Lebensbaum im Eingangsbereich, eine Kunstausstellung in der ganzen Wohnanlage entstanden. Die Flure dienen nicht mehr nur als Zwischenräume, sie laden als Galerie dazu ein, im Haus auf Entdeckungstour zu gehen, immer wieder Neues zu finden. Kerstin Rieke, Leiterin der Geschäftsstelle Rahlstedt, ist von dem Ergebnis begeistert: „Es bringt ganz viel Freude und Leben rein und regt die Sinne an.“ Die Identifikation der Mieter mit ihrem Zuhause ist ihr wichtig. „Wir möchten, dass sich die Bewohner wohl fühlen. Uns ist natürlich daran gelegen, dass sie die Räume annehmen und schön finden.“, fasst sie zusammen und freut sich über viele positive Reaktionen, die sie und Klara Rot bereits erhalten haben.

 

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