Susanne Reifenrath ist neue Quartierskünstlerin in Dulsberg
Mit Susanne Reifenrath setzt die SAGA GWG Stiftung Nachbarschaft ihr Quartierskünstlerprojekt in Dulsberg fort. Sie folgt auf Ji Hyung Nam und wird bis Ende 2027 als Stipendiatin wirken. Gemeinsam mit der Stiftungsvorsitzenden Snezana Michaelis stellte sie sich heute im Atelier an der Straßburger Straße vor. Für das öffentlich ausgeschriebene Quartierskünstler-Stipendium hatten sich rund 50 Künstlerinnen und Künstler beworben. Am Ende des zweistufigen Verfahrens hatte eine siebenköpfige Fachjury Frau Reifenrath einstimmig gewählt.
Die Regisseurin und Performerin arbeitet seit fast 30 Jahren bundesweit an Theatern und hat sich in der freien Theaterszene Hamburgs einen Namen gemacht. Ihre künstlerische Bandbreite reicht vom autobiografischen Solo bis zum partizipativen Großprojekt wie zuletzt der „Turmbau zu Hamburg" vor der Elbphilharmonie mit ihrem Label Meyer&Kowski. Nach ihrer Schauspielausbildung studierte sie Regie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und engagierte sich viele Jahre kulturpolitisch für die freien darstellenden Künste der Stadt.
Snezana Michaelis, Vorsitzende der SAGA GWG Stiftung Nachbarschaft: „Quartierskünstlerinnen und -künstler setzen schönerweise unterschiedliche Scheinwerfer auf Dulsberg, um immer neue Reflexionen und Reibungen zu erzeugen. So soll es sein und deshalb freuen uns sehr über Susanne Reifenrath als neue Quartierskünstlerin, die mit ihrem Startprojekt „Dulsberger Wunderkammer“ tief in den Erinnerungen des Stadtteils schürft und damit ein spannendes Mosaik ans Tageslicht befördern wird, da bin ich mir sicher. Wir sind sehr gespannt darauf und wünschen zwei künstlerisch und persönlich erfüllende Jahre in Dulsberg.“
Susanne Reifenrath, Quartierskünstlerin: „Ich freue mich sehr auf die Zeit in Dulsberg. Als Künstlerin mit einer langen freiberuflichen Arbeitsbiografie weiß ich, wie selten es ist, Mittel und Räume mit einer Perspektive von zwei Jahren zur Verfügung gestellt zu bekommen. Deshalb ist dieses Stipendium so ein Glücksfall. Für mich kommt Kunst nicht nur von Können, sondern auch vom Machen – und zwar am besten gemeinsam. Theater ist dafür ein wunderbares Medium, weil wir nicht viel dafür brauchen, außer uns selbst und ein bisschen Mut und Neugier. Miteinander in den Austausch kommen, sich ausprobieren, Neues entdecken, gemeinsam rausgehen: Ich bin schon sehr gespannt auf die Dulsberg-Geschichten.“
In Dulsberg wird Susanne Reifenrath zur Sammlerin: Mit ihrem Projekt „Dulsberger Wunderkammer" lädt sie Bewohnerinnen und Bewohner ein, ihre Gegenstände und Geschichten beizusteuern – als lebendige Stadtteilchronik. Im zweiten Jahr entsteht die szenische Revue „Nebenan im Laubengang", ein performativer Stadtrundgang über das Zusammenleben auf dem Dulsberg, gespielt von Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers und begleitet von einem Sprechchor.
Über das Stipendium
Das Stipendium der Stiftung beinhaltet einen Betrag in Höhe von 1.500 Euro monatlich als Zuschuss zum Lebensunterhalt. Darüber hinaus fördert die SAGA Unternehmensgruppe das Stipendium durch die kostenfreie Überlassung (Miete und Betriebskosten) eines Ateliers und bei Bedarf mit einer im Quartier gelegenen Wohnung für den Zeitraum des Stipendiums. Zusätzlich werden für die Umsetzung des Projekts künstlerische Produktionskosten in der Höhe von bis zu 10.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Über das Atelier
Das Quartierskünstlerin-Atelier befindet sich zentral gelegen in einer Geschäftszeile in der Straßburger Straße 30. Es steht allen Kunstinteressierten – und denen, die es werden wollen – offen. Die großzügige Schaufensterfront kann durch die jeweiligen Künstlerinnen und Künstler frei gestaltet werden und sorgt somit schon im Vorbeigehen für Aufmerksamkeit.
Über die SAGA GWG Stiftung Nachbarschaft:
Die Stiftung ist mit einem Vermögen von rund 1.900.000 Euro ausgestattet und verfolgt gemeinnützige Zwecke. Mit Zuwendungen werden quartiersbezogene soziale Projekte und Initiativen u. a. in den Bereichen Sport und Kultur gefördert. Die Stiftung ist als gemeinnützig anerkannt, arbeitet unabhängig sowie weltanschaulich und politisch neutral.
Fotos zur Veröffentlichung | SAGA / Melina Mörsdorf
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