Für die Umwelt paddeln

Ausgabe 5 / 2019 Ausgabe als PDF speichern

Gratis paddeln und dabei Gutes tun. Kurz gesagt, ist das der Deal, den man beim Leihen eines GreenKayak eingeht.

GreenKayak, das ist eine dänische Nichtregierungsorganisation, die sich für den Schutz und die Säuberung von Gewässern einsetzt. Seit 2017 stellt die Organisation kostenfrei Kajaks bereit, mit denen Freiwillige Müll aus Häfen, Flüssen und Seen fischen können – ausgestattet mit Eimern, Greifzangen und natürlich Schwimmwesten. Dafür verpflichten sie sich lediglich, auf Social-Media-Kanälen unter #greenkayak über ihr Engagement zu berichten.

Direkt nach den jeweils zweistündigen Touren wird der Müll gewogen. So sind bislang europaweit mehr als 15 Tonnen zusammengekommen. In Hamburg startete die Aktion im März 2019. Aus anfangs drei Ausleihstationen wurden mittlerweile sechs und seit dem ersten Eimer wurden die Außenalster und ihre Nebenarme bereits von 1,5 Tonnen Müll befreit.

#sauberesachefürhamburg

Das Wetter spielt mit, als sich unsere Auszubildenden aufs Wasser begeben, um dem Müll den Kampf anzusagen. An zwei der sechs Hamburger Stationen leihen wir uns jeweils eines der Boote. Ungewohnt kippelig sind die grünen Kajaks, die für die nächsten zwei Stunden auf den Kanälen leuchten. Nur wenige Meter vom Steg entfernt schwimmt schon die erste Glasflasche. Mit einem dumpfen „Klong“ landet sie im Eimer, viele weitere werden folgen. Ebenso Plastikbecher, Eisverpackungen und all das, was in Hamburg leider nicht immer dort landet, wo es hingehört, nämlich in der Mülltonne. Nach zwei Stunden auf Kanälen und der Außenalster sind alle „ganz schön kaputt“. Der Einsatz hat sich aber gelohnt, denn es sind insgesamt rund zehn Kilo Müll zusammengekommen. Fazit: „Cooles Projekt, ich würde es wieder machen“, sagt Jörn.

Lust bekommen, das Projekt zu unterstützen? Hier gibt es alle Infos zum Paddeln für die gute Sache: www.greenkayak.org

 

Text: Johanna Küther | Fotos: Cornelius M. Braun

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