Das Weltquartier in Hamburg Wilhelmsburg erhält renommierten Deutschen Städtebaupreis

Foto: H. Hass
Foto: H. Hass
10. Oktober 2014

Bereits 33 Preise und Auszeichnungen haben Projekte der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg erhalten. Nun ist eine wichtige nationale Auszeichnung dazu gekommen. Das IBA-Projekt Weltquartier erhielt am 9. Oktober den Deutschen Städtebaupreis 2014, der von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung ausgelobt und von der Wüstenrot Stiftung gefördert wird.


„Die Siedlung beeindruckt durch eine einladende großzügige Stimmung mit starkem, Identität stiftenden Charakter. Freiraumkonzept und Architektur schaffen einen starken, aber zurückhaltenden Rahmen, der durch die unterschiedlichen Bewohner vielfältig bunt ausgemalt wird. Gemeinsam ist es den Projektbeteiligten gelungen auf sozialer, partizipativer und gestalterischer Ebene eine angemessene Sprache zu finden, so dass das Weltquartier für  viele Menschen unterschiedlicher Herkunft zur neuen Heimat wurde“, so die Begründung der Jury.


Im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg, wo im südlichen Reiherstiegviertel eine Nachbarschaft aus über 30 Nationen zu Hause ist, wird seit 2009 eine ehemalige Arbeitersiedlung modernisiert, umgebaut und durch Neubauten ergänzt. Flankiert von einem umfangreichen und innovativen Beteiligungsprozess entsteht bis Anfang 2015 das IBA-Projekt Weltquartier, ein Modellprojekt für interkulturelles Wohnen. Insgesamt werden knapp 770 Wohneinheiten von der SAGA GWG nach den Plänen von sieben Architekturbüros um- bzw. neu gebaut. Darüber hinaus wurden 46 Gewerbeeinheiten im neuen Welt-Gewerbehof geschaffen. Seit Anfang 2013 erfolgt eine regenerative Wärmeversorgung durch den benachbarten Energiebunker, ebenfalls ein Projekt der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg. Ausführliche Informationen sind unter www.iba-hamburg.de/weltquartier zu finden.


Der im Jahr 1979 ins Leben gerufene Deutsche Städtebaupreis dient der Förderung einer zukunftsweisenden Planungskultur und Stadtbaukunst. Dabei sollen die Projekte in herausragender Weise den aktuellen Anforderungen an zeitgemäße Lebensformen ebenso Rechnung tragen wie den Herausforderungen an die Gestaltung des öffentlichen Raums, dem sparsamen Ressourcenverbrauch sowie den Verpflichtungen gegenüber der Orts- und Stadtbildpflege. Der Preis wird in zwei Sparten vergeben.

 

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